kallekarl.org

"Das Manifest der Klasse Schlingensief @Braunschweiger Zeitung u. Salzgitter Zeitung

19/03/2021

….."Performance vor leeren Stuhlreihen Am nächsten dran an Schlingensiefs performativen Ansatz ist Kalle von Karl. Der 44-Jährige sitzt hinter Glas in einem Seitenraum der Halle und hält eine Pressekonferenz ab, vor leeren Stuhlreihen, im Vordergrund ein Tisch mit Häppchen. Laut Handout gibt er das Ende seiner zwölfjährigen Performance „4333 Tage“ bekannt, begonnen im Oktober 2008, als er sich von Schlingensief losgesagt habe, nach einer Zeit intensiver Mitarbeit an seinen Projekten. Der Performance-Titel verweist auf das Paradoxon von John Cages tonloser Komposition „4,33“. Kalle von Karl... mehr

MANIFALT DER WUNST

27/02/2021

Kalle von Karl ist ein Collageur. Die Wunst ist seine Oberste Priorität. WUNST ist Sekretion, Wunst ist Ausschlag, Wunst ist Pheromon und Geste. Wunst ist das ewige Zuviel. Wir haben immer zuviel. Minimalismus ist Krücke und Flucht. Es ist die Blindheit vor dem unsichtbaren Chaos. Kunst nur ein lächerliches Wortspiel. Installation, Malerei, Skulptur,Text,Performance,Film,Theater,Klang, Musik Es bleibt Wunst. Alles ist immer auch als alles zu gebrauchen. Dem grossen K von Kunst wird das kleine alles zugeordnet Es bleibt einfach. Die Wunst bannt asoziale Plastik in einen Rahmen. Damit das... mehr

4333 Tage - Nachrichtung aus dem Kellerloch

28/08/2020

„Rückkehr zum Ursprung in der Wiederholung nach vorn“ KvK (Gezeiten) „ Aber es war auch ein Gefängnis, in das ich da wieder zurückgekehrt bin. Ein Gefängnis der Urteile und Verurteilungen, Ein Gefängnis der Gesellschaft“ Natascha Kampusch “ an intelligent man cannot become anything seriously, and it is only the fool who becomes anything.” Fyodor Dostoyevsky (Notes from the Underground) Am 29.08.2020 um 18 Uhr beendet Kalle von Karl seine knapp 12 Jahre zuvor begonnene Performance „4333 Tage“. Dieses zurückdatierte Ereignis liegt zeitgleich mit dem Bruch der intensiven Mitarbeit (Theater,... mehr

Manamana Björn Geipel

03/06/2017

Die gibt’s alle wirklich Text von Kalle von Karl zur Ausstellung Manamana des Künstlers Björn Geipel in der Galerie Kwade ____________________________________________________________________________ Wie der Abdruck im Comic, wie das stehengelassene Spiel der Riesenkinder, wie das auf Pause gedrückte Computerspiel, wie der Irrtum der Erwachsenen, dass der Gegenstand nicht lebt. Geipel Geipel Geipel da da da , hängen sie wieder und grinsen und bemerken uns gar nicht und fallen in eine Blitzstarre, als ob wir sie dann nicht sehen könnten und verstehen gar nicht, was eigentlich mit uns ist.... mehr

Facecination Sebastian Bieniek

05/03/2015

ÜBER DEN KÜNSTLER SEBASTIAN BIENIEK (aus dem Katalog anlässlich der Ausstellung "Facination" in Madrid/2015) Kalle von Karl, 2015, über Sebastian Bieniek ____________________________________________________________________________ Das menschliche Auge ist ein Durchgang für Licht. Der Grossteil von dem was wir sehen ist dazu da, das Licht zu streuen und wieder zu bündeln. Alles was wir sehen ist eine Mischung aus reflektiertem Licht, das unser Hirn auf den Kopf stehend serviert bekommt und sich dann etwas zusammenmixt, mit dem es etwas anfangen kann. Mit dem es arbeiten und sich als ein Ganzes... mehr

Meat the Bibles @ HBK BS

27/08/2010

∆ Marsch durch die Intuitionen ∆ films about being god - meat the bibles Die Arche Noah gilt als Prinzip der Rettung des vom Menschen als rettungswürdig empfundenen. Es heisst, dass Kinder in der Stadt nicht wüssten dass Kühe nicht lila sind, dabei sind Kühe nur nicht lila, weil das keinen Nutzen bringt. Ob es unkultiviert jemals etwas gegeben hatte, dass wie eine Kuh, die die Kinder vom Land kennen, aussieht, ist bezweifelnswert. Was wir retten wollen sind Bilder . Ausgewählte Kommentare zu den Filmen: -KvK bringt das Prinzip des schwarzen Quadrats aus dem Punkt (Doris Groys) -Die Zeit... mehr

ICH HABE GENUG

27/04/2009

We put our teabags in lukewarm water and complain about the indefinable murk we get. We keep fevers in check with paracetamol, and design pain free lives by choosing from a rich array of leisurely activities. No one knows when death begins, but everyone has one goal; to start living, so does not euthanasia help us live? These days our exercise bikes take us everywhere, because energies need or use a space that isn’t there; because you are destroyed by what you don’t destroy. The exercise bike prevents a catastrophe that a planet laden with high blood pressure would otherwise only be able to... mehr

Tresor

17/02/2006

Dann hatte ich einen traum vor zwei tagen. Vielleicht war ich zuerst im tresor. Sie hatten ihn umgebaut, endlich nach meinen wünschen. Die tanzfläche war jetzt nicht mehr unnötig fest. Es ging voran. Komisch, dass mich das bei den paraden immer nervte. Dieses ständige weiter laufen. Jetzt ist es toll. Ein laufband auf dem boden, so gross wie die tanzfläche. Das ist dann auch anders als draussen. Im tresor befindet man sich im krieg. Nicht in einem sauber geführten. Völlig ziellos gehen da überall die bomben hoch, man ist mitten drin und ausser dem rauch der häuser und den blitzen und donnern... mehr

Beredtes Schweigen

Text erschienen im Magazin " When i was 23 I decidet to dedicatee my life to art " 2006/07 Die Protagonisten der Geschichte, wie auch ein Grossteil der Sätze sind aus dem Internet entnommen. Somit ändert sich die Rezeption des Textes , wenn man die Einzelnen Phrasen oder Namen in eine Suchmaschine eingibt. Da viele Textphrasen aus Zeugnistexten stammen, bei denen ein scheinbar positiv klingender Satz, entschlüsselt, eine vernichtende Bedeutung haben kann ändert sich der Text entschlüsselt und bekommt somit seinen ganz eigenen Sinn Ursprünglich kam man dann schnell auf eine Firma die speziell... mehr