Kalle Karl

Seit Juli 2011 Meisterschüler der Freien Kunst bei Michael Brynntrup.

Nach Engagement für basisdemokratische Schulen ohne Lehrplan in Berlin, begann Kalle Karl 2006 mit dem Studium der Freien Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Zuvor wurde er in Heidelberg geboren, wuchs als Pfarrerssohn in Karlsruhe und Rheinstetten auf, lernte den Beruf des Krankenpflegers im Psychiatrischen Zentrum Nordbaden, gründete in Heidelberg gemeinsam mit Jan Frobenius das Projektportal „Radio Plöck“, lebte in Freiburg sowie in Wünstlerhäusern im Schwarzwald und im Odenwald, arbeitete unter anderem im Heine Katalogverlag, im ZKM Karlsruhe, und bei Minimal am Dosenregal. Verschiedene Projekte, als Gitarrist, Sänger, Bassist, DJ, sowie mit sonstigen Instrumentarien.

Im Kunststudium verließ er während des ersten Jahres die Grundklasse um bei Christoph Schlingensief zu studieren und die zwei folgenden Jahre intensiv bei seinen Projekten mitzuarbeiten. Im Anschluss nam er an Aktionen des Team 404 der Klasse John Armleder teil und initiierte gemeinsam mit Nicholas Meeter und Stefanie Göttling das erste Braunschweiger digitale Filmfestival „digitised“. Ab 2010 studierte er bei Michel Brynntrup und Corinna Schnitt.

Angefangen mit Fotografie, Collagen, Installationen, Happenings und Texten beschäftigt sich Kalle Karl seit 2009 hauptsächlich mit Film.

Sein erster Langfilm, „Ich habe genug“ (2009), ein Film über den Prozess des Sterbens ohne das Sterben wurde auf Ausstellungen und Einzelscreenings gezeigt.

Text: Johann Panderosa